Eine geldpolitische
Diffusion zwischen den USA und Japan
gefährdet Amerikas Anleihemarkt.
Investoren unterschätzen nach jahrelangen
Unkenrufen die Risiken.
Dem Treasury-Markt drohen in den kommenden Monaten häufigere und schwerere Erschütterungen. Denn zur wenig nachhaltigen Fiskalpolitik der Regierung in Washington gesellt sich nun enorme geldpolitische Unsicherheit. Auslöser für diese ist wiederum nicht länger nur die Sorge um die Unabhängigkeit der Federal Reserve, sondern auch die Aussicht auf ein divergierendes globales Zinsregime. Denn die Teilnehmer an den Finanzmärkten gehen davon aus, dass die Bank of Japan (BoJ) ihren Leitzins am Freitag erstmals seit Januar heben und ihn damit auf den höchsten Stand seit 30 Jahren treiben wird. Entsprechende Äußerungen von Notenbankgouverneur Kazuo Ueda Ende November haben die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen deutlich angetrieben.